PEGASUS 2018/2019 – Lindenauer Hafen

Das EU-Programm „PEGASUS – Schulen adoptieren Denkmale“ wird vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus seit 1995 koordiniert und durchgeführt. Ziel ist es, ein oder zwei Schuljahre lang ein Baudenkmal in seine Gruppe aufzunehmen und sich damit zu beschäftigen. Mit der Geschichte des Baudenkmals, mit der Architektur und seinen Besonderheiten und den verschiedenen Nutzungen, wie damals Fabrik, heute Ateliers, zum Beispiel. Die Öffentlichkeit wird durch Führungen oder Ausstellungen auf das Schulprojekt aufmerksam gemacht. Jährlich wird zu einem Bildungstag eingeladen, bei dem sich alle Preisträger kennenlernen, und ein Rahmenprogramm angeboten wird. Zum Jahresende treffen sich dann die Lehrer und Projektbeteiligten in Dresden zu einem Arbeitstreffen und tauschen sich aus. Und auf der zweijährlichen denkmal-Messe in Leipzig werden alle Projekte einem breiten Publikum vorgestellt. Teilnehmen können alle Schulen in Sachsen und ein Preisgeld von 500 € gewinnen. Der Industriekultur Leipzig e. V. unterstützt und leitet gemeinsam mit Bildungseinrichtungen die Teilnahme am PEGASUS-Programm.

Projektbeteiligte:
– Industriekultur Leipzig e. V., Dave Tarassow
– Jugendgruppe

20. September 2018: Bildungstag in der Barockstadt Dresden

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus lud alle PEGASUS-Preisträger des neuen Schuljahres zum traditionellen Bildungstag in die sächsische Landeshauptstadt ein, diesmal unter dem Motto „Dresden, Europa und die ganze Welt – Europäisches Kulturerbejahr 2018“. Standort war diesmal der umgebaute Kulturpalast im Herzen der Altstadt. Für uns auf dem Programm stand eine Besichtigung mit Mitmachmöglichkeiten in der Zwingerbauhütte, die sich um die Restauration des Dresdner Zwingers kümmert und auch Jugendliche ausbildet. Am Nachmittag folgte ein Besuch der Frauenkirche mit Geschichte und Kunst sowie ein Aufstieg auf die Plattform mit Rundumblick auf Dresden.

18. April 2019: Internationaler Denkmaltag mit Hafenführung

Im Rahmen des Internationalen Denkmaltages bot die Jugendgruppe eine öffentliche Hafenführung an. Erzählt wurden die Anfänge des Elster-Saale-Kanals und der Bau des Lindenauer Hafens. Was wurde verwirklicht und was müsste noch gebaut werden, damit der Hafen in Betrieb gehen könnte? Die Führung startete am ehemaligen Mörtelwerk am Karl-Heine-Kanal und ging entlang der Verlängerung zur Wassertorbrücke und weiter am Westufer des Hafenbeckens zur Lyoner Brücke.

21. Mai 2019: Besuch des Wissenschaftshafens Magdeburg

Seit Mitte der 2000er Jahre wird aus dem ehemaligen Magdeburger Handelshafen der „Wissenschaftshafen Magdeburg“ entwickelt. Errichtet wurde er in den Jahren 1888 bis 1893. 1,4 Millionen Tonnen wurden bereits 1906 hier umgeschlagen. Viele Anlagen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, doch der Hafen wurde wieder betriebstauglich gemacht. Mit dem Bau neuer Hafenanlagen verlor aber der Handelshafen seine Funktion und wurde stillgelegt. Um das Areal entsteht nunmehr ein neues Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Ein Schwerpunkt ist das Technikmuseum des Technikmuseums Magdeburg, zu dem Krananlagen und Verkehrsfahrzeuge gehören. Auch die Magdeburger Eisenbahnfreunde e. V. sind an dem Technikmuseum im Hafen beteiligt. Auf den Abstellgleisen sind viele Werklokomotiven und Güterwagen zu sehen, sowie auch Arbeitsfahrzeuge, Reisezugwagen und eine Dampflok.

5. bis 7. November 2020: denkmal-Messe

Auf der europäischen Leitmesse „denkmal“ für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung sollten wir uns mit mehreren Projektteilnehmern des PEGASUS-Programms an einem gemeinsamen Messestand beteiligen. Doch die Corona-Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung, sodass die Messe abgesagt werden musste. Dazu haben wir zwei  Poster gestaltet.

Industriekultur Leipzig e. V.
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