Führungen
Die Führungsangebote des Vereins ergänzen die touristischen und kommerziellen Angebote, die zunehmend in Leipzig angeboten werden. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen die gelungenen Nutzungen, Konzepte und Strategien. Wir führen darüber hinaus zu den industriellen Brachen, um sie nicht der Vergessenheit anheimfallen zu lassen.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise: Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Bezahlung erfolgt bar vor Ort. Bitte halten Sie (wenn möglich) den Betrag passend bereit.
Treffpunkt und Uhrzeit wie im Veranstaltungskalender angegeben. In der Regel 10:00–12:00 Uhr.
Der Teilnehmerbeitrag für die Führungen beträgt 9,00 €, für Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. frei.
Programmänderungen vorbehalten! Bitte informieren Sie sich hier auf unserer Website, bei Facebook sowie bei Instagram.
Projektleitung: Kathrin Töpfer E-Mail | Dave Tarassow E-Mail
Samstag, 26.09.2026, 10–12 Uhr:
Das Sportforum Leipzig –
Gegenwart und aktuelle Planungen
Referent: Matthias Ehrhardt, Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig
Treffpunkt: Jahnallee/Friedrich-Ebert-Straße, Nähe Arena, 04105 Leipzig
Zwischen Elsterbecken und Waldstraßenviertel befindet sich das „Sportforum Leipzig“, das auf den Frankfurter Wiesen entstand. Einst der Platz der Leipziger Kleinmesse, wurde es später ein Ort für viele Sportstätten, wie das in den 1950er Jahren eröffnete Zentralstadion und das Schwimmstadion. Dazu gehört auch die Festwiese mit dem Glockenturm. Im Jahr 2002 entstand südlich des Schwimmstadions eine Mehrzweckhalle. Auch südlich der Jahnallee befindet sich das Sportforum, so mit Einrichtungen der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Außerdem war das Sportforum von 1992 bis 2018 ein Olympiastützpunkt. Als Leipzig sich um die „Olympischen Sommerspiele 2012″ bewarb, sollte hier der Olympiapark entstehen. Seit 2016 spielt wieder ein Fußballverein in der 1. Bundesliga. Doch wie sieht die Zukunft des Areals aus? Was ist geplant, wie die Wiedererrichtung der Alten Elster entlang der Friedrich-Ebert-Straße oder das künftige Sportmuseum im ehemaligen Schwimmstadion?
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei.
Samstag, 10.10.2026, 10–12 Uhr:
Krochsiedlung – jüdisch und Flachdach
Referent: Frank Dietze
Treffpunkt: Max-Liebermann-Apotheke, Max-Liebermann-Straße 19e, 04157 Leipzig
Auch Leipzig verfügt über Siedlungen der Weimarer Republik. Warmes Wasser, Toilette in der Wohnung, Licht und Grün in der Umgebung – alles sorgte für das Wohl der Menschen. Dazu Flachdach, das damals als jüdisch interpretiert wurde. Der Auftraggeber Hans Kroch, der u. a. die Sächsische Centralbank im Kroch-Hochhaus leitete, war jüdischer Herkunft. Die gesamte Familie hatte unterschiedlich unter den Nazis zu leiden, ebenso die Siedlung. Nur ein Teil wurde vollendet von einer der größten geplanten Siedlungen der späten 1920er Jahre deutschlandweit. Welche Auswirkungen die Ideen der Zeit und deren Akteur:innen hatten, erfahren Sie in unserem Rundgang.
Vita: Er und Freunde sind begeistert von der frühen Moderne und haben eine Website mit App www.modernism-in-architecture.org, wo sie weltweit die architektonischen Juwele der Zeit sammeln. Er studierte u. a. Kunstgeschichte, macht in Abständen in der Krochsiedlung Führungen, hat zum Thema in Ostdeutschland, Tschechien und der Slowakei Interessierte begleitet und arbeitet beim Tourismusverband Leipzig Region e. V.
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei.
Samstag, 14.11.2026, 10–12 Uhr:
Jüdisches Unternehmertum – eine Spurensuche in der Leipziger Innenstadt
Stadtführerin: Irena Okoh
Treffpunkt: Krochhochhaus, Goethestraße 2 (Theaterpassage), 04109 Leipzig
Zwischen Augustusplatz, Nikolaistraße und dem Brühl befanden sich über Jahrhunderte zentrale Schauplätze jüdischer Arbeits- und Handelswelt. Besonders im Rauchwarenhandel, in dem Leipzig zum weltweit bedeutendsten Zentrum aufstieg,
spielten jüdische Unternehmerfamilien eine prägende Rolle. Auch im Textilhandel und im Bankwesen setzten sie wichtige Impulse, knüpften internationale Netzwerke und trugen entscheidend zur wirtschaftlichen Dynamik der Messestadt
bei. Viele dieser Familien kamen im 19. Jahrhundert aus Osteuropa und fanden in Leipzig neue berufliche Perspektiven und gesellschaftliche Räume, in denen sie ihre Expertise einbringen konnten.
Die Führung lädt dazu ein, diesen Spuren nachzugehen: von frühen Handelsbeziehungen und der älteren Messegeschichte bis zu den Entwicklungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Wir entdecken Orte, an denen jüdische Händler wirkten,
sprechen über ihre Erfolge und Herausforderungen und beleuchten, wie eng jüdisches Unternehmertum mit Leipzigs Aufstieg als Handels- und Finanzzentrum verbunden war. Gleichzeitig richtet die Spurensuche den Blick auf das, was im
heutigen Stadtbild sichtbar geblieben ist – und auf das, was nur noch in Erinnerungen und Archiven fortlebt.
Vita: Irena Okoh bringt in ihre Führungen eine biografische Brücke zwischen Moskau, Ostdeutschland und dem Rheinland ein. Aufgewachsen zwischen verschiedenen kulturellen Kontexten, verfügt sie über einen besonderen Zugang zu den Geschichten osteuropäischer Migrantinnen und Migranten, die in Leipzig neue Lebenswege fanden. Seit 2007 begleitet sie Besucherinnen und Besucher durch Köln und seit 2025 auch durch Leipzig. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf jüdischem Leben im deutschsprachigen Raum, das sie sowohl in Stadtführungen als auch in Übersetzungsprojekten vertieft, darunter die deutsche Übersetzung des Buches „Discover – Jewish Life in Cologne“. Sie führt auf Deutsch, Englisch und Russisch.
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei.
Samstag, 05.12.2026, 10–12 Uhr:
111 Jahre Leipziger Hauptbahnhof
Stadtführer: Thomas Goecke und Dave Tarassow
Treffpunkt: Hauptbahnhof, Osthalle, am Treppenaufgang, 04109 Leipzig
Am 4. Dezember 2026 feiert der Leipziger Hauptbahnhof seinen 111. Geburtstag. Bis heute gilt er flächenmäßig als größter Kopfbahnhof Europas. Hinsichtlich der Gleisanzahl liegt allerdings der Frankfurter Hauptbahnhof vorn.
Doch um Superlative ging es in Leipzig schon immer: Erichtet wurde der Bahnhof zwischen 1909 und 1915 von den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen und den Preußischen Staatseisenbahnen – und deshalb gab es alles doppelt. Beide Bahnverwaltungen verfügten jeweils über 13 Gleise, eigene Speise- und Wartesäle sowie Verwaltungsräume. Dieses Nebeneinander bestand jedoch nur fünf Jahre, denn niemand ahnte damals, dass zum 1. April 1920 sämtliche Länderbahnen in der Deutschen Reichsbahngesellschaft zusammengeschlossen werden würden.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hauptbahnhof schwer beschädigt. Der DDR-Führung ist es zu verdanken, dass das markante Bauwerk wieder aufgebaut wurde. Schließlich war der Bahnhof das Tor in den Osten – insbesondere während der Leipziger Frühjahrs- und Herbstmessen.
Am 12. November 1997 eröffneten schließlich die „Promenaden Hauptbahnhof Leipzig“, oft als „Shoppingcenter mit Gleisanschluss“ bezeichnet. Interessant ist dabei, dass die Empfangsgebäude und die Querbahnsteighalle sowie die Bahnhofshalle unterschiedlichen Eigentümern gehören.
Seit dem 15. Dezember 2013 fährt zudem die S-Bahn durch den City-Tunnel unter dem Hauptbahnhof. Bleibt also die Frage: Ist Leipzig damit überhaupt noch ein echter Kopfbahnhof – und haben wir damit weiterhin den größten?
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei.
Rückblick
Samstag, 13.06.2026, 10–12:30 Uhr:
50 Jahre Grünau – Rück- und Ausblick
Referentin: Dr. Evelin Müller, KOMM e. V.
Treffpunkt: LVB-Haltestelle Schönauer Ring, vor dem PEP, 04209 Leipzig
Zielpunkt: KOMM-Haus, Selliner Straße
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises frei.
Samstag, 26.09.2026, 10–12 Uhr:
Das Sportforum Leipzig – Gegenwart und aktuelle Planungen
Stadtführer: Matthias Ehrhardt, Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig
Treffpunkt: Jahnallee/Friedrich-Ebert-Straße, Nähe Arena, 04105 Leipzig
Teilnehmerbeitrag: 9,00 € pro Person, Mitglieder des Industriekultur Leipzig e. V. gegen Vorlage des Mitgliedsausweises fre i.
Zwischen Elsterbecken und Waldstraßenviertel befindet sich das „Sportforum Leipzig“, das auf den Frankfurter Wiesen entstand. Einst der Platz der Leipziger Kleinmesse, wurde es später ein Ort für viele Sportstätten, wie das in den 1950er Jahren eröffnete Zentralstadion und das Schwimmstadion. Dazu gehört auch die Festwiese mit dem Glockenturm. Im Jahr 2002 entstand südlich des Schwimmstadions eine Mehrzweckhalle. Auch südlich der Jahnallee befindet sich das Sportforum, so mit Einrichtungen der sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Außerdem war das Sportforum von 1992 bis 2018 ein Olympiastützpunkt. Als Leipzig sich um die „Olympischen Sommerspiele 2012″ bewarb, sollte hier der Olympiapark entstehen. Seit 2016 spielt wieder ein Fußballverein in der 1. Bundesliga. Doch wie sieht die Zukunft des Areals aus? Was ist geplant, wie die Wiedererrichtung der Alten Elster entlang der Friedrich-Ebert-Straße oder das künftige Sportmuseum im ehemaligen Schwimmstadion?